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Das wirkliche Kennenlernen des Pferdes erfolgt an der Hand. Hier stehen
sich beide Auge in Auge gegenüber. Welches Ziel dabei verfolgt
wird, hängt davon ab, was man beabsichtigt.
Geht es um Zirkuskunststückchen oder gymnastische Lektionen an
der Hand? Oder um Trailübungen, die heute im konventionellen
Lager als Gelassenheitstraining „neu definiert“ wurden.
In jedem Fall aber muss die Cheffrage vorher geklärt werden. Das Pferd soll sich führen lassen und ohne Schwierigkeiten in jedem Tempo an der Schulter des Partners bleiben. Nicht drängeln, schubsen oder sich ziehen lassen.
Dominanztraining
Soft Horse Riding erreicht dieses nicht durch Arbeit à la „Join Up“ im großen Roundpen, sondern durch eine verkleinerte Variante. Eine Art Mikrokosmos in der sich das Pferd und der Trainer befinden. Einen individuellen Abstand zum Chef muss das Pferd akzeptieren. Im Umkehrfall sollte das Pferd das Eindringen des Trainers in seinen Individualbereich respektieren. Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein einfaches Führen mit der Gerte. Die Philosophie dahinter ist entscheidend. In seinem Buch Soft Horse Riding geht CP-Trainer Hartmut Luther intensiv darauf ein.
Damit bieten sich Möglichkeiten der Gymnastizierung, wie Schulterherein, Hinterhandwendung oder Spanischer Schritt an der Hand an. Es ist erstaunlich, wie intensiv aber auch entspannend diese Arbeit sein kann. Für Rekonvaleszenzpferde ist diese Arbeit, neben der möglichen Physiotherapie, fast schon ein Muss.
Zirsenische Lektionen
Zirkuslektionen und Kunststücke machen manchen Pferden besonders viel Spaß und sind eine weitere Abwechslung. Der Weg dorthin wird ohne Zwang beschritten.
In den meist eintägigen Seminaren wird Einblick in diese Arbeit geboten.