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Doyna kann auch von anderen geritten werden... War da was? (:- ENDE GUT - ALLES GUT in 2011
Fröhliche Gesichter. Kathrin mit Jana und Doyna
Überraschender Rückfall
Wir schreiben das Jahr 2009 am 13.April. Gerade haben wir den Partnerkurs bei herrlichem Wetter im April beendet, es stehen noch einige Zuschauer am Rande des Reitplatzes. Doyna ist wie so oft mit Snaffle Bit und Kopfstück und geteilten Zügeln angezogen. Hartmut will Minas noch gymnastizieren und Kathrin steigt in den Sattel von Doyna. Da passiert das schon nicht mehr geahnte. Eine Panikattacke wie aus dem Bilderbuch. Ein abruppter Run hin und her über den Platz mit Harken, die Kathrin und Doyna fast hätten stürzen lassen. Es dauerte lange Minuten bis sie letztendlich zum Stehen kamen. Gut war, dass sich weder Minas noch andere Pferde hatten anstecken lassen. Hartmut war kreidebleich geworden. Kommentar am Ende: Du hast echt sitzen gelernt, jeder andere wäre "abgestiegen" . Wir wissen nicht warum und was der echte Anlass war. Möglicherweise die Zügel oben am Hals nebst aufkommende Rossigkeit im Frühjahr und was weiss denn ich... Sie hatte kurz vorher ein Kutsche gesehen...Am nächsten Tag ritten wir aus wie immer. Sicher im Gelände als wenn nichts gewesen wäre. Eine Woche später einen schönen Kurs mit einem mulmigen Gefühl, was sich aber doch legte. Ein tolles Pferd.
Da lächelt sie wieder.
Doyna: In acht Monaten ist viel passiert
Nun ist es schon eine Weile her dass wir über Doyna berichtet haben. Seit knapp zwei Jahren ist sie bei uns. 8 Monate sind vergangen seit dem letzten Bericht. Es ist Mai 2008. Zuerst hatten wir ein Erlebnis im Gelände. Uns begegnete eine Kutsche und die sonst so gelassene Doyna geriet ausser Rand und Band und wollte einfach nur weg. Piaffierend und die Augen weit aufgerissen, konnte Kathrin sie trotzdem halten und beruhigen. Da war klar: Eine alte schlimme Erinnerung war hochgekommen. In der Halle hatten wir lange Zeit noch Schwierigkeiten sie am Hufschlag zu halten. Die meisten Pferde drängen ja zum Hufschlag, sie aber fühlte sich dort unwohl und eingeengt. Zwischenzeitlich gab es Zahnprobleme und Doyna nahm zu sehr ab. Zum Teil ist eine gewisse Schreckhaftigkeit nicht ganz zu beheben, die allerdings keine weiteren Konsequenzen, außer ein großes Zucken, hat. Dann tauchte eine weitere Schwierigkeit auf. Sie wollte nicht angaloppieren und blieb anstelle dessen stehen und legte die Ohren an. Warum das genau passierte war uns nicht ganz klar. Eine Erklärung war die Kitzligkeit in den Flanken. So änderten wir zunächst die Hifen ein wenig. Das wurde aber auch mehr und mehr überwunden. Einmal im Galopp macht es ihr auch richtig Spaß. Auf den Fotos sieht man bereits einen sehr schönen Galopp. Auch die Traversalen und Schulterherein sind wunderbar im Trab anzusehen. Alles hat sich sehr positiv entwickelt und ist nun in einer vielversprechenden Entwicklungsphase. Es bleibt aber sicher spannend.


Doyna Story geht weiter
Am 15.und 16. September 2007 haben wir zum ersten Mal eine Traversale und Schulterherein im Trab geübt. Ein wunderbares Wochenende mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen macht gute Laune. Wir veranstalteten einen SHR Kurs mit vier Teilnehmern. Kathrin und Doyna waren dabei. Sehr schön ist auch das Üben der Hinterhandwendung zu sehen. Hajati macht es perfekt als alter Fuchs. Bei Doyna klappte es vor einiger Zeit noch gar nicht, aber wie ihr seht... es geht.
Doynas unschöne Vergangenheit wurde aufgeklärt

Foto: Glückliches Wiedersehen von Steffi und Doyna nach fast 2 Jahren.
Im Frühjahr 2007 gab's für uns eine saumäßig ;-) schöne Überraschung. Jemand aus Doynas Vergangenheit hatte sich bei uns gemeldet... Beim Stöbern auf unserer Seite hat sie ihre Doyna wiedererkannt. Steffi war Doynas Pflegemama seit sie aus Rumänien nach Deutschland kam...bis sie eben an die Frau verkauft wurde, von der wir Doyna zu uns geholt haben. Aus Steffis Augen...nicht aber aus ihrem Sinn hat sie sich immer Gedanken um ihr "Schneewittchen" gemacht und immer gehofft, dass es ihr gut geht.
Natürlich haben wir uns gegenseitig gelöchert mit Fragen. Steffi war begeistert, wie gut sich Doyna inzwischen entwickelt hat. Obwohl wir im Moment eine schwierige Phase haben, kleine Rückschläge (unverhoffte Bewegungen von oben und hinten lösen immer mal wieder Panik aus, "Hasenhüpfer" und "vom Platz rasen" ist leichter als Biegen und Beugen ;-)) einstecken mussten, sie hat einen wunderbaren Charakter und ein fürchterlich ;-) charmantes Wesen.
Tatsächlich hat Doyna Schlimmes erlebt! Ihre extreme Schreckhaftigkeit, ihre Panikattacken aus dem Nichts sind jetzt erklärlich. Nach Deutschland mit der Mutterstute als Fahrgespann geordert, kamen sie und ihre Mutter nach nur 4 Probewochen im desolaten körperlichen und seelischem Zustand zum Händler zurück. Steffi hat sich bis zum erneuten Verkauf rührend gekümmert und viel mit ihr am Boden gearbeitet und sich mit ihr beschäftigt. Wir können uns nur von ganzem Herzen bei ihr bedanken, denn sie hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass Doyna ihre Wunden vergisst.
Doyna Video: Grundgangarten unter dem Sattel
Nach 10 Monaten ist der Bann gebrochen. Wir organisieren einen Reitkurs mit Peter Assman. Nachdem Doyna bereits in einem ersten Winter Kurs unter meiner Leitung mit Kathrin teilgenommen hatte, machen wir einen Versuch und gehen einen Schritt weiter. Worauf spricht sie mit ihrem relativ toten Maul am besten an? Immer noch sind Ängste vorhanden. Die Phobie nicht an den Hufschlag zu wollen ist auch noch spürbar. Aber nun reitet Kathrin selbstbewußt mit Gerte. Mehr und mehr gewöhnen sich beide an die neue Situation. Und Doyna lernt, dass die Wassertrense nicht nur dazu da ist eine Kutsche zu ziehen und die Leine bzw. die Zügel über dem Hals nicht bedeutet eingeengt und traktiert zu werden. Wir möchten mehr über die Zügelführung Philippe Karls wissen und in wie weit sie zu neuen Anstößen für verdorbene Pferde führen kann. Während mein Lusitano wohl doch eher irritiert war, sprach Doyna darauf an. Wir hatten einen Zugang gefunden, den Schlüssel einen Bann zu brechen. Auch herzlichen Dank für den wunderbaren, lehrreichen Kurs meines Gastkollegen. Ich werde überdenken wie Penquitt und Karl zusammengehen. In den grundsätzlichen Überlegungen zu den Lektionen unterscheiden sich die Methoden nicht so sehr. Allerdings, die Zügelhilfen sehen zwar ähnlich aus, sind aber doch anders gemeint. Hier das schöne Ergebnis des Kurses im bewegten Bild.
Vorhang auf für Doyna und Kathrin
Im ersten kleinen Video zeige ich, wie Doyna erneut an Sattel und Reiter gewöhnt
wird. Wie wir später erfahren haben, traumatisiert durch einen Kutschenunfall. Die Aufnahmen sind nicht gestellt. Kathrin berührt Doyna vor
allem in der Flanke, was sie ein wenig irritiert. Kathrin ist sonst relativ
passiv während eine weitere vertraute Person sie führt. Für
alle Beteiligten ein schönes Gefühl, weil nach gründlicher
Vorbereitung alles recht harmonisch verläuft. Sozusagen wie es im
Buche steht. Das ist nicht selbstverständlich aufgrund der ganzen
Vorgeschichte.
Fortsetzung folgt...
Gewöhnung an den Sattel und erste Lektionen
Doyna ist ein rumänischer Mädchenname, das habe ich bei meinem Aufenthalt in Österreich erfahren. Eine rumänische junge Frau arbeitete in den Stallungen und ich nutzte die Gelegenheit zu dieser Frage. Die 7-jährige Stute kam im Juli zu mir und Kathrin. In einem VFD-Verteilerbrief wurde für sie ein erfahrener Besitzer gesucht. Was das hieß, war uns klar. Da es nicht allzu weit weg war, haben wir sie uns angesehen. Mir war nach einem Test durch Bodenarbeit mit ihr schnell klar, dass sie vollkommen klar im Kopf war. Da passte etwas zwischen Besitzer und ihr nicht zusammen. So musste alles einfach schief laufen, was schief laufen konnte.
Nun ist sie auf dem Leimershof und hat sich sehr gut eingelebt. Keine übliche Stute, kein "Zicken" und keine Allüren, harmoniert bestens mit den Wallachen. Nach den ersten Übungen und dem Dominanztraining an der Hand zeigte sie sich als wirklich lernwillig, klug und sehr sensibel. Wir hatten dann eine kleine Pause und haben im Oktober 2006 weiter gearbeitet.
Das Ergebnis ist oben in den Fotos zu sehen. Ein lockeres Parallelführen, wie im Foto gezeigt, oder Longieren ist kein Problem mehr. Die Gewöhnung an den Sattel erfolgt sozusagen nebenbei. Ein Schulterherein an der Hand kann man ohne Probleme abfordern. Dabei verwendet sie schon die offenen Zügel. In SHR-Intern werde ich in loser Folge auch über die weiteren Fortschritte berichten. Videos dazu weiter unten.
Brave Doyna unter dem Sattel: Kathrin ist glücklich, alles gut gelaufen
Die Ausbildung an der Hand
